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Saarbrücker Zeitung 31.3.05

Wenn der Vater
mit dem Sohne... rockt

Die saarländische Polit-Rock-Legende „Captain Sperrmüll" kommt wieder: Diesmal als Familien-Unternehmen - Auftritt im Gasthaus „Bingert"

Saarbrücken. Diesen Termin werden sich wohl alle Rock-begeisterten End-dreißiger und darüber dick im Terminkalender markieren: 7. April. „Captain Sperrmüll" kommt wieder! Unter dem Motto: „Die Rente ist uns sicher!" wird Deutschland endlich wieder von den Steh-Auf-Männchcn der berühmt-berüchtigten Saarbrücker Polit-Rock-Band "Captain Sperrmüll" heimgesucht. Nach einigen Abschluss- und Aulösungskonzerten in den Achtzigern und Neunzigern haben sich Didi „Didi" Conrath (Gitarre, Gesang), Martin ."Conny" Conrath (Schlag¬zeug), Kurt Bederbacher" Wagner (Bass und Gesang) entschlossen, zu den Ursprüngen zurückzukehren: Am Donnerstag. 7. April. 20 Uhr. treten sie im Saarbrücker Gasthaus „Bingert“ (Nauwieser Straße) auf.


"Conraths (fast) unter sich: Martin „Conny" Conrath, Didi „Didi" Conrath. Sohn Adrian Conrath und Kurt „Bederbacher" Wagner sind „Captain SperrmüII plus X". Foto: privat


Die drei Mid-Ager - vierzig Jahre und aufwärts - sind aber nicht so vermessen, alleine das Konzert zu schultern. Adrian Conrath, seines Zeichens Sohn von Didi und aktiver Twen, hat Hilfe zugesagt und wird den gesamten Abend seine Gitarre und die Geh-Hilfen der anderen bedienen.

„Die Jungs von den Sperrmülls sind zwar Kompostis, aber dafür können sie ja nix, die Musik ist auf jedcn Fall amtlich. Ich bin froh, dass ich meinen Vater überreden konnte, endlich wieder auf die Bühne zu gehen", sagt Adrian Conrath. Didi bestätigt: "Ohne Adrian hätte ich mich nie getraut, das steht fest!"

Damit steht die Gründungsbesetzung der Sperrmülls plus X auf der Bühne. „Inzwischen sind in Saarbrücken schon Raubkopien unserer beiden LP's im Umlauf", hat Conny herausgefunden. „Viele Bands holen sich Anregungen. Mein Trost: So schlecht kann gar keine Band spielen wie wir damals!

Zum Vortrag kommen Hits mit ausschließlich deutschen Texten wie „Das isses" oder „Brokdorflied". Aber auch tiefschürfende Songs gehen über die Bühne: „Müllmensch-Blues". „Kaufen" und die „Gläubigen". Multi-Kulli darf natürlich auch nicht fehlen: Räucherstäbchen werden abgebrannt, während „Ghettoflizcrs Ausrücklager", eine Mischung aus indischen Rhythmen und klassischen Harmonien, auch den letzten Zuhörer zum Tanzen zwingt. Und die Muse hat fleißig geküsst: Neue Titel wie „Fernsehen fickt deine Seele" oder "Frieden rockt" greifen aktuelle Themen auf. „Wir versprechen alles und garantieren nichts. Wer kommt, ist selbst Schuld", sagt Bederbacher. Der muss es ja wissen, red

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